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  • AutorenbildSandy

Konsequent Inkonsequent


Ich glaube schon das die Kids klare Grenzen brauchen und das man nicht jeden Pups durchgehen lassen sollte… aber das ist so verdammt schwer und anstrengend *lach Natürlich muss man ja immer abwiegen wie wichtig nun hier eine konsequente Erziehung angebracht wäre. 8 Wochen am Stück am besten täglich das Tütü anziehen? Okay.. bekommt man noch hin, aber 8 Wochen täglich zum Frühstück ein Eis? Das ist ja wohl eher nicht so der Hit, oder? Unsere Lütte versucht grade in ihrem Drill-Sargeant-Ton täglich ihren Willen durchzusetzen und wenn sie damit erfolglos bleibt, versucht sie ihre übertriebenen, schauspielerischen Talente einzusetzen.. ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll, denn manchmal meistens raubt es mir echt den letzten Nerv. Ab und an habe ich das Gefühl, ich ertrinke an meinen eigenen (eigentlich pädagogisch wertvollen) Vorsätzen.



Ich ertappe mich sooooo oft dabei, NICHT konsequent zu sein und ich muss sagen, in den meisten Fällen schmunzel ich darüber. (Im Nachhinein) Es tobt hier fast schon ein Krieg, wenn nicht Kind 1 zuerst die Treppe runter darf, oder sich Kind 2 erdreistet, als erstes durch die Tür zu gehen… und wehe du, Mutter, erlaubst am falschen Tag, zur falschen Zeit, der falschen Partei irgendetwas, was sonst die andere Partei machen durfte. Wenn es dann noch eine ungrade Woche ist und der hauseigene Stubentiger von links nach rechts watschelt, dann, ja dann.. kannste es gleich knicken. Manchmal sind es Dinge, die mir bis dato gar nicht bewusst waren! Der Große beklagte sich irgendwann durch Zufall bei meiner Freundin am Esstisch darüber, dass ich immer erst seiner kleinen Schwester das Essen kleinschneiden würde. (stimmt..) dies hab ich aber nicht gemacht, weil ich sie bevorzuge, es war reine Routine da ich einfach im Uhrzeigersinn gehandelt habe. IHM ist es aber aufgefallen.. Nun gut, seitdem habe ich es geändert und mittlerweile schneidet der Große natürlich komplett alleine sein Essen. (Eine Sorge weniger) Noch so ein Beispiel für einen absoluten Schrei-Krampf meiner Kinder: Kommen Freunde vom Großen, darf er die Tür aufmachen und kommen Freunde von der Lütten, darf sie aufmachen. Tja.. und wer macht auf wenn Oma und Opa kommen? Oder ein Freund von dem Großen mit seinem Bruder, der wiederrum ein Freund von der Kleinen ist??? *aaaaaah* Ja ehrlich, so bekloppt wie es sich hier liest, ist es manchmal. Es gibt Tage an denen klingelt jeder Freund einzelnd, damit hier keiner einen Nervenzusammenbruch bekommt. Für Kinderlose muss sich das so was von bescheuert anhören, ha ich weiß.. ich kann mich auch noch daran erinnern, an meine Kinderlose-Klugschieter-Zeit.. „Da muss man einfach nur mal konsequent sein!“ Ha.. einfach und konsequent haben zusammen in einem Satz nichts zu suchen. Ich sehe schon euer zustimmendes Nicken… Wenn das mal immer so einfach wäre, mit diesen blöden Regeln, an die wir Erwachsene uns leider auch halten müssen… Immer Erster sein! Der Große hat schon seit Ewigkeiten den enormen Drang immer Erster sein zu wollen (soviel Ehrgeiz hätte ich mal haben sollen,zu Schulzeiten *ich grüße hiermit meinen Mathe- und Sportlehrer* ;o) ) Ich habe mir, bei verschiedenen „Phasen“ meiner Kinder , Hilfe von Außerhalb geholt. Sich Rat bei Profis zu holen kann ich jedem raten. Ich meine damit übrigens nicht die semi-proffesionellen Mami’s aus einem Krabbel- oder Turn-Treff. ICh meine ECHTE Profis. Ja gut ich komm leicht an diese heran, weil ich viele persönlich kenne und somit guten Kontakt zu diversen Ärzten habe. Also lag es nahe, dass ich mich mit einem Urologen unterhielt, als der Große dabei war trocken zu werden, oder ein Kinderpsychologen zu Rate zog, als die ersten fiesen Trotzphasen an standen. Nicht zu vergessen, unseren tollen, kompetenten und unheimlich sympathischen Kinderarzt. Auch bei dem eben genannten Thema, das „immer Erster sein wollen“, holte ich mir Tipps und Ratschläge bei den besagten Doc’s.

Teilen lernen! Das erste Kind muss lernen zu teilen, in jeglichen Dingen. Vom Spielzeug bis zu den alltäglichen Dingen im Leben. Wie eben auch das Öffnen der Tür, wenn Besuch kommt. Es kann nicht immer Erster sein und das ist auch gut so (Ha, sagen Sie es bitte meinem Großen selbst!) Nun gut.. also wechseln wir uns mit diesen Dingen ab. Natürlich läuft dies nicht immer reibungslos, aber er kann nicht immer Erster sein, immerhin gibts es da noch seine Schwester, die je größer/älter sie wird, auch immer mehr ihren eigenen Willen durchsetzen möchte. Auch wenn man sich manchmal etwas verrückt vor kommt, oder wie ein Erklär-Bär, aber es lohnt sich wirklich immer, dem Kind (kurz und knackig ist hier der Schlüssel) zu erklären warum etwas so ist. Warum kann ER nicht immer die Tür öffnen? Warum darf seine Schwester auch mal mit seinem Spielzeug spielen? All diese und noch viel, viel mehr Fragen prasseln täglich auf alle Eltern ein und natürlich kann und will man nicht immer jede Frage – die für uns total logisch erscheint, für uns!- nicht bis ins kleinste Detail erklären. Muss man auch nicht. Aber es ist wie mit dem Wort NEIN. Sagst du einfach nur NEIN, oder erklärst du warum du jetzt nein sagst? Ein klares Nein fällt uns doch am leichtesten, wenn es sich dabei um etwas gefährliches handelt. Im Straßenverkehr, oder im Haushalt bei den typischen Gefahrenquellen wie Herd oder Steckdose. Da bleiben wir alle doch fast immer konsequent, oder? Klare Grenzen erkennt man halt besser ;o)

Dein Zimmer mein Zimmer! Was bei uns wirklich sehr gut hilft, sind die getrennten Kinderzimmer. Jedes Kind hat sein eigenes Zimmer. Das Zimmer der Lütten ist jedoch wirklich winzig, aber immerhin kann sie sich dorthin zurück ziehen. Wenn es dem Einen zu viel wird, dann sagt er das ganz klar. Der Große nutzt dies sehr oft, manchmal fast schon zu oft, aber was willste machen? Ich bin froh das er überhaupt sagt, wenn es ihm zu viel wird, denn er hat (wie ich schon in meinem anderen Post schrieb) ein zartes Gemüt und braucht seinen Freiraum! Die Kleine nimmt dies meist zwar eher widerwillig hin, aber langsam merkt sie, dass sie auch den Spieß umdrehen kann und besteht auch immer öfter auf „ihren Freiraum“. Es ist schön zu sehen, dass alle Beide wissen, wann sie Zeit für sich brauchen und um so schöner, wenn sie von alleine zum Anderen hin tapsen und fragen, ob sie „endlich wieder zusammen spielen“ können, auch wenn sie nichtmal 5 Minuten getrennt waren ;o) Sie sind halt doch irgendwie „unzertrennlich“ meine beiden Streithähne!


Ob ich es in der Pubertät immer noch so gelassen sehe, auch mal inkonsequent zu sein? Ich weiß es nicht, aber ich hoffe es irgendwie ;o)

Wie läuft es bei Euch? Wie inkonsequent seid ihr? Oder bleibt ihr wirklich immer hart?

Ich freue mich auf Eure Kommentare!

Liebe Grüße,

eure Sandy

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